PODIUM.tuned
im Rahmen von "tuned - Netzwerk für zeitgenössische Klassik"
Mit dem mehrjährigen Programm „tuned – Netzwerk für zeitgenössische Klassik“ hat die Kulturstiftung des Bundes ein Förderprojekt ins Leben gerufen, das gezielt innovative Ansätze unterstützt, die Alternativen zum „klassischen“ Konzertbetrieb aufzeigen. Es ist für PODIUM eine große Auszeichnung, als eines von sechs Festivals für dieses bundesweite Netzwerk ausgewählt worden zu sein. Die weiteren Partner des Netzwerks sind: Beethovenfest Bonn, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern (detect classic festival), Mozartfest Würzburg, Thüringer Bachwochen, TONALi Hamburg. Neben regelmäßig stattfindenden Arbeitstreffen und Klausuren werden im Rahmen von „tuned“ jährlich bundesweite Akademien und ein internationaler Ideenkongress 2025 veranstaltet. Im Rahmen von PODIUM.tuned experimentiert PODIUM mit verschiedenen Formaten in den Bereichen Bühne, Publikum und Organisation.
Bühne, Publikum und Organisation
2024 präsentierte PODIUM das Teilprojekt BRUCKNER.lab, die Klanginstallation BODIES OF WATER und den Start des Teilprojekts ATONAL FÜR DEUTSCHLAND sowie den Komponisten und Schlagzeuger Lukas Akintaya als Künstler in Residence im Rahmen des Festivals und darüber hinaus.
Im BRUCKNER.lab wurde die traditionell bürgerliche Bedeutung der Sinfonie aus historischen und heutigen Perspektiven hinterfragt. Zum Abschluss des Formats mit drei Werkstattkonzerten war die von mehreren Komponist*innen gemeinschaftlich komponierte „Sinfonie der Gegenwart” zu hören. Zwei Komponist*innen aus Indonesien und Lac Seul First Nation (Kanada) beschäftigen sich in der Klanginstallation BODIES OF WATER der Reihe MUSIKALISCHE MAHNMALE mit dem Klimawandel und dem Wasser als lebenswichtige Ressource und lebensbedrohliche Naturgewalt. Artist in Residence war der Schlagzeuger Lukas Akintaya, der mit der DJ KA-RABA und der Tänzerin und Choreografin Naïma Mazic zwei inspirierende Beiträge zum Festival kreierte. Beim Auftaktkonzert des Kunstprojekts ATONAL FÜR DEUTSCHLAND - Laute Musik gegen Rechtsextremismus stand das erste Video im Mittelpunkt, kombiniert mit Auszügen aus Theodor W. Adornos Rede zum Rechtsextremismus aus dem Jahr 1967 und Musik, die sich u.a. mit Fällen der Zensur von künstlerischen Werken beschäftigt. Zudem wurde in drei Stadtteilkonzerte partizipativ mit unterschiedlichen Partnern gearbeitet.
2025 gehören die Teilprojekte DE STAAT, die Klanginstallation LAUTE BÄUME und die Reihe WUNSCHKONZERT. Außerdem war die kongolesische Musikerin Huguette Tolinga als Artist in Residence an vielen Konzertproduktionen beteiligt.
Das Konzert DE STAAT mit großem Kompositionsauftrag beschäftigte sich mit der Frage nach einem gerechten Staat. Zu einem Libretto der Schweizer Autorin Anaïs Clerc schrieb Zara Ali das Stück GOSCH 2057, das unter der Leitung von Vimbayi Kaziboni uraufgeführt wurde. Die Klangausstellung LAUTE BÄUME vereinte Kompositionen der brasilianischen Komponistin Djuena Tikuna und der Artist in Residence Huguette Tolinga, die unter anderem bei ihrem mitreißenden Konzert MONANO MUZIKA zu erleben war. 2025 startete zudem die Reihe WUNSCHKONZERT, in der intime Konzerterlebnisse um Musikwünsche von Esslinger:innen liebevoll gestaltet wurden.
Gefördert durch „tuned – Netzwerk für zeitgenössische Klassik“ der Kulturstiftung des Bundes. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
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ERÖFFNUNG KLANGAUSSTELLUNG BODIES OF WATER
28 Nov. – Linden-Museum Stuttgart
Ressource Wasser – Wer trägt die Verantwortung? Eröffnung der Klangausstellung mit Gespräch über Klimakrise, Wasser und Verantwortung.
ANTHROPOLOGIE DES WASSERS
07 Dez. – Linden-Museum Stuttgart
Inszeniertes Konzert mit der Harfenistin Teresa Raff, der Flötistin Isabelle Raphaelis und der Schauspielerin Julia Blechinger über Wasser und Leben, über Schmerz und Verlust.
ANTHROPOLOGIE DES WASSERS
08 Dez. – Linden-Museum Stuttgart
Inszeniertes Konzert mit der Harfenistin Teresa Raff, der Flötistin Isabelle Raphaelis und der Schauspielerin Julia Blechinger über Wasser und Leben, über Schmerz und Verlust.